|
Vom Rüstungswettlauf zum Abrüstungswettlauf
– oder ein Fallstrick für Russland
Originaltitel:
От гонки вооружений
к гонке разоружений,
или Петля для
России
Autor:
Михаил
Арутюнович
Кардашев
Quelle:
http://nvo.ng.ru/concepts/2009-11-27/1_gonka.html
Übersetzung: Egbert Lemcke
Der
Autor Michail Arutjunowitsch Kardaschew arbeitete über 20 Jahre
im Zentralen wissenschaftlichen Forschungsinstitut für
Maschinenbau (http://www.tsniimash.ru/).
Dieses im Moskauer Gebiet in Koroljew ansässige Institut steht unter
Führung der Föderalen Kosmosagentur und befasst sich u.a.
mit Systemanalysen und Programmentwicklungen auf dem Gebiet der
Raketen-Kosmos-Technik, sowie mit der Steuerung von Satelliten und
Orbitalstationen. Kardaschew arbeitete als Leiter für
wissenschaftliche Forschungen auf dem Gebiet von Systemanalysen. Er
ist Autor mehrerer Artikel auf dem Gebiet der strategischen
Raketenbewaffnung.
**********
Am 5. Dezember 2009 lief der 1991 abgeschlossene und 1994 in Kraft
getretene Vertrag über die Begrenzung und Reduzierung der
strategischen Offensivbewaffnung (START-1, Strategic
Arms Reduction Treaty,
E.L.) aus. Gegenwärtig noch dauern die Verhandlungen für
einen Folgevertrag an. Aus diesem Anlass ist es angebracht, an einige
Fakten und Ereignisse zu erinnern, die der Unterzeichnung dieses
Dokuments vorausgingen.
Ausweitung und Reduzierung
Nachdem das Atomwaffenmonopol der USA im Jahre 1949 gebrochen werden konnte,
waren diese noch über weitere 40 Jahre der UdSSR bezüglich
der Anzahl der entfalteten strategischen nuklearen Gefechtsladungen
überlegen. Wobei diese Überlegenheit in den 50er und zu
Beginn der 60er Jahre erdrückend war. So verfügten die USA
1955 gegenüber der UdSSR über die 56fache Anzahl
entfalteter strategischer Nuklearladungen, - 1960 noch über die
17fache. Die zahlenmäßige Überlegenheit der USA
gegenüber die UdSSR bei nuklearen Bewaffnungen, welche gegen
Objekte auf dem Territorium der Gegenseite eingesetzt werden konnten,
war noch bedeutender aufgrund des Vorhandenseins von
trägergestützten nuklearen Fliegerkräften und
taktischen Nuklearwaffen in Europa.
Um die bestehende Überlegenheit der USA zu überwinden,
unternahm die UdSSR alles Mögliche. Im Ergebnis dessen wurde zu
Beginn der 70er Jahre eine militär-strategische Parität
erzielt – ein Zustand, bei dem jede der Seiten, sofern diese
einen nuklearen Erstschlag ausführte, garantiert einem nuklearen
Antwortschlag mit für sie unvertretbaren Verlusten ausgesetzt
war. Die Seiten verfügten also über die Fähigkeit zur
gegenseitigen nuklearen Zügelung. Das Bestehen der
militär-strategischen Parität war ein Schlüsselfaktor
zur Gewährleistung von strategischer Stabilität. Bezüglich
der Anzahl von Gefechtsladungen, die auf strategischen Trägern
entfaltet waren, verfügten die USA jedoch über eine
zweifache Überlegenheit. Aber, bei solchen qualitativen
Charakteristika strategischer Offensivwaffen, wie der
Treffergenauigkeit, der Ausstattung der ballistischen Raketen mit
individuell lenkbaren Mehrfachsprengköpfen, der maximalen
Reichweite von Ballistischen Raketen auf U-Booten (SLBM
- Submarine Launched
Ballistic Missile, E.L.),
der Geräuschentwicklung und der operativen
Einsatzkoeffizienten der Träger-U-Boote und einer Reihe weiterer
Faktoren waren die USA weiterhin überlegen.
Die weitere quantitative Ausweitung der strategischen nuklearen
Bewaffnungen brachte weder der einen, noch der anderen Seite einen
bedeutenden zusätzlichen Vorteil, weil die Anzahl der
entfalteten Nuklearladungen bereits das erforderliche Niveau für
einen unvertretbaren Verlust durch einen Antwortschlag mehrfach
überstieg. Allein das Vorhandensein eines umfangreichen
nuklearen Arsenals erhöhte die mit ihrer Unterhaltung
verbundenen Risiken. Nicht auszuschließen war das Risiko der
unbeabsichtigten Entfesselung eines Nuklearkrieges im Ergebnis
einer falschen Lageeinschätzung sowie durch technische Fehler,
beispielsweise durch eine fehlerhafte Auslösung des Systems der
Warnung vor einem Raketenüberfall. Unter diesen Bedingungen
gelangten die Seiten zu einer vertraglichen Beschränkung und
Reduzierung der strategischen Offensivbewaffnungen unter
gleichzeitiger Einführung von Beschränkungen auf
territoriale Raketenabwehrsysteme.
Zu Beginn der 70er Jahre entwickelten die UdSSR und die USA eine
abgestimmte Position über den destabilisierenden Charakter
dieser Systeme. Im Ergebnis wurde 1972 der unbefristete Vertrag
über die Beschränkung der Raketenabwehrsysteme
(ABM-Vertrag, Anti-Ballistic
Missiles, E.L.) geschlossen und 1974
ein Protokoll dazu unterzeichnet. Darin wurden quantitative
Begrenzungen für die Anzahl der Abwehrraketen und der Gebiete
für deren Stationierung eingeführt, sowie ein Verbot für
die Schaffung, Erprobung und Entfaltung von see-, luft-, kosmos-
und mobilen landgestützten Raketenabwehrsystemen. Ebenso
verboten war deren Stationierung außerhalb der nationalen
Territorien. Dieser Vertrag schuf die Möglichkeit für eine
Reduzierung von strategischen Offensivwaffen.
Mit dem 1972 zwischen der UdSSR und den USA geschlossenen so genannten
Zeitweiligen Abkommen über die Beschränkung der
strategischen Bewaffnungen (SALT 1 - Strategic
Arms Limitation Talks,
E.L.) wurden erstmals Begrenzungen für die Anzahl der
Interkontinentalen Ballistischen Raketen (ICBM - Inter
Continental Ballistic
Missile, E.L.) und der Ballistischen
Raketen auf U-Booten (SLBM - Submarine
Launched Ballistic Missile,
E.L.) der Seiten eingeführt. Bis 1985 wurde bezüglich
der Anzahl der auf strategischen Trägermitteln entfalteten
nuklearen Gefechtsladungen eine annähernde Gleichheit zwischen
den USA und der UdSSR erzielt (deren Anzahl belief sich entsprechend
auf etwa 11000 und 10000 Einheiten). 1987 wurde der Vertrag über
die Eliminierung von Raketen mittlerer und kurzer Reichweite
(INF-Vertrag - Intermediate-Range
Nuclear Forces, E.L.) geschlossen,
der zur Beseitigung aller landgestützten Raketen der UdSSR und
der USA mit einer Reichweite von 500 bis 5500 km führte. Im
Jahre 1991 wurde der Vertrag START-1 (Strategic
Arms Reductions Talks,
E.L.) unterzeichnet, der im Dezember 1994 in Kraft trat.
Entsprechend dem dazugehörigen Memorandum betrug die Anzahl der
entfalteten Träger (ICBM, SLBM und schwere Bombenflugzeuge) zum
1. September 1990 2500 Einheiten bei der UdSSR und 2246 bei den USA,
wobei sich die Anzahl der dazu gehörigen Gefechtsladungen auf
10271 und 10573 Einheiten belief.
Im Verlaufe der Umsetzung des Vertrages bis zum Jahre 2001 wurden die
strategischen Offensivwaffen beider Seiten etwa halbiert. Die Anzahl
der entfalteten strategischen nuklearen Gefechtsladungen Russlands
betrug 5518 Einheiten und 5948 bei den USA, und die Anzahl der
strategischen Träger (ICBM, SLBM und schwere Bombenflugzeuge)
reduzierte sich auf entsprechend 1136 und 1237 Einheiten. Weitere
Reduzierungen der strategischen Offensivwaffen erfolgten entsprechend
des Vertrages
über die Reduzierung der strategischen Offensivpotenziale
(SORT-Vertrag - Strategic
Offensive
Reductions
Treaty(1),
E.L.)
aus dem Jahre 2002. Nach diesem bis in die Gegenwart in Kraft
befindlichen Vertrag ist praktisch die dreifache Reduzierung der
Anzahl der entfalteten strategischen Gefechtsladungen der Seiten auf
ein Niveau vorgesehen, das bis zum Jahre 2012 1700 - 2200 Einheiten
nicht übersteigt.
Zum 1. Januar 2009 belief sich die nach den im START-1-Vertrag
festgelegten Berechnungsregeln ermittelte Anzahl der operativ
entfalteten strategischen Gefechtsladungen auf 5576 Einheiten bei
den USA und 3909 bei Russland, und die Anzahl der entfalteten
strategischen Träger auf entsprechend 1198 und 814 Einheiten.
Bei dem gegenwärtig verhandelten neuen Vertrag über die
strategischen Offensivbewaffnungen ist eine noch weiter reichende
Reduzierung vorgesehen, als die im SORT-Vertrag vereinbarte. Auf dem
Treffen von Barak Obama und Dmitrij Medwedjew in Moskau wurde ein
Dokument unterzeichnet, in dem die vorläufigen Parameter der
Reduzierung der Gefechtsladungen auf bis zu 1500–1675 Einheiten
und der strategischen Träger auf bis zu 500–1100 Einheiten
bestimmt wurden.
Alternativlos
Das Veränderungstempo der auf strategischen Trägern entfalteten
Anzahl von nuklearen Gefechtsladungen ist für den Zeitraum seit
1991 bis in die Gegenwart vergleichbar mit dem Tempo des
Rüstungswettlaufs zwischen 1960 und 1970, - jedoch mit
umgekehrtem Vorzeichen. Deswegen kann man die Zeit nach 1991 als die
Epoche eines Abrüstungswettlaufs bezeichnen. Die Grafik der
Veränderung der Anzahl von entfalteten strategischen
nuklearen Gefechtsladungen der UdSSR (Russlands) und der USA
verkörpert über den Zeitraum von 1945 bis in die Gegenwart
die Form einer Glocke, deren aufsteigender Teil das Wettrüsten
und deren abfallender Teil den Abrüstungswettlauf widerspiegelt.
Die Reduzierungen der strategischen Offensivbewaffnungen Russlands waren
alternativlos, und zwar aufgrund des Fehlens der ökonomischen
Voraussetzungen für deren Unterhaltung nicht nur in der
vorherigen, sondern selbst in wesentlich reduzierter Anzahl. Die
Verbindung eines hohen Tempos der Außerdienststellung von
strategischen Bewaffnungen, deren Einsatzressourcen erschöpft
waren, mit einem geringen Tempo der Einführung neuer
strategischer Offensivbewaffnungen führte unabhängig von
der Existenz von Verträgen mit den USA über eine
Reduzierung von strategischen Bewaffnungen unausweichlich
vorherbestimmt zur Abrüstung Russlands. Die USA waren jedoch an
einem vertraglichen Charakter der Beschränkungen und
Reduzierungen strategischer Offensivbewaffnungen interessiert, weil
es dadurch möglich wurde, eine Kontrolle über den Prozess
der Abrüstung Russlands auszuüben und ihn in knapperen
Fristen in einer für die USA günstigeren Konfiguration zu
realisieren.
Durch die Verträge zu den strategischen Offensivbewaffnungen waren in
erster Linie die Vernichtung der mächtigsten und effektivsten
(dies auch unter Bedingungen der Entfaltung eines gestaffelten
Raketenabwehrsystems der USA) Typen russischer Raketenkomplexe
(schwere ICBM) und die Einführung von strengen Beschränkungen
für die Stationierung und das Betreiben von mobilen
landgestützten Raketenkomplexen. Die USA gingen mit dem
Nunn-Lugar-Programm
(Nunn-Lugar
Cooperative Threat Reduction Program, E.L.)
sogar soweit, die Beseitigung der strategischen Offensivwaffen
Russlands zu finanzieren. Dies gewährleistete insbesondere für
die USA die beschleunigte Beseitigung von drei der mächtigsten
Unterwasser-Raketenkreuzer vom Projekt 941 („AKULA“)
(NATO: SSBN Typhoon-Klasse, E.L.).
Die
Resultate des Abrüstungswettlaufs sind zweischneidig. Einerseits
wurde die mehrfache Redundanz der auf strategischen Trägern
entfalteten Gefechtsladungen beseitigt. Scheinbar hätte dies das
Niveau der strategischen Stabilität und Sicherheit erhöhen
müssen. Dies geschah jedoch nicht. Die Reduzierung der
strategischen Offensivbewaffnungen führte zu einer
bedeutenden Verringerung der bestehenden strategischen
Stabilitätsreserve, und sie wurde noch kritischer gegenüber
den zuvor bestehenden negativen Faktoren und den neuen negativen
Veränderungen der inneren und äußeren Bedingungen. Zu
diesen negativen Veränderungen der äußeren
Bedingungen sind zu zählen:
- der Ausstieg der USA aus dem unbefristeten Vertrag über die
Raketenabwehrsysteme (ABM-Vertrag) und die Entfaltung eines
gestaffelten Raketenabwehrsystems, einschließlich eines
zweiten Positionsraumes auf dem Territorium der USA, dem
seegestützten Raketenabwehrsystem, wie auch der Pläne zur
Entfaltung eines Raketenabwehrsystems in Europa;
- die Entwicklung von qualitativ neuen luft- und kosmosgestützten
Systemen der Raketenabwehr durch die USA;
- die Schaffung und Entfaltung von kosmischen Funkmesssystemen zur
Auffassung von mobilen landgestützten Raketenkomplexen durch
die USA;
- das Vorhandensein von taktischen Nuklearwaffen in vorgeschobener
Basierung durch die USA, welche durch keinerlei Verträge
beschränkt sind;
- die Möglichkeit zu einer mehrfachen Erhöhung der Anzahl der
auf den strategischen Trägern nach den Reduzierungen
entsprechend des SORT-Vertrages vorhandenen nuklearen
Gefechtsladungen durch ein so genanntes Rückführungspotenzial;
- die Möglichkeit zu einer massenhaften Entfaltung von seegestützten
nuklearen Flügelraketen großer Reichweite, die, wie auch
deren Träger, keinerlei Beschränkungen durch
irgendwelche Verträge unterliegen;
- die Schaffung und massenhafte Entfaltung von nichtnuklear ausgestatteten
Präzisionswaffen, die in der Lage sind zur Lösung von
Gefechtsaufgaben, die zuvor nur der nuklearen Bewaffnung vorbehalten
waren, sowie das Fehlen der Möglichkeit Russlands, der neuen
Gefahr mit Mitteln einer analogen Klasse zu begegnen.
Der Faktor der Raketenabwehr
Der Austritt der USA aus dem ABM-Vertrag und die nachfolgende praktische
Realisierung des Plans zur Schaffung eines gestaffelten strategischen
Raketenabwehrsystems bedeuten eine ernsthafte Gefahr für
die strategische Sicherheit und erschweren die weitere Reduzierung
der strategischen Offensiv bewaffnungen.
Gegenwärtig sind 30 Antiraketen GBI
(
Ground-Based
Interceptor-Rakete,
E.L.)
in Raketenschächten auf Alaska und in Kalifornien stationiert.
Bis zum Ende des kommenden Jahrzehnts kann die Anzahl der Schiffe,
die mit dem Raketenabwehrsystem „AEGIS“
(AEGIS
- Airborne
Early
Warning Ground
Environment Integration
Segment,
E.L.)
mit Raketen des Typs „STANDARD-3“ ausgestattet sind,
auf bis
zu 80 anwachsen.
Im Jahre 2009 führten die USA Erprobungen eines luftgestützten
Lasersystems zur Raketenabwehr durch, das auf einer
Boeing-747-400F installiert wurde. Ebenfalls begonnen wurde mit der
Entwicklung eines neuen luftgestützten Systems NCADE (Network
Centric Airborne Defense
Element, E.L.) zum Abfangen ballistischer
Raketen in deren aktivem Teil der Flugbahn auf der Basis von
F-15-Jägern und Raketen AMRAAM (Advanced
Medium-Range Air-to-Air
Missile, E.L.), das auch dazu bestimmt ist,
Aufgaben der Satellitenabwehr zu erfüllen. Das Ziel der
Entfaltung des Raketenabwehrsystems der USA, wie auch der Entwicklung
neuer Arten von Raketen- und Satellitenabwehrsystemen ist die
Gewährleitung von perspektivischen Möglichkeiten zur
Entwertung des Potenzials eines Antwortschlages der strategischen
Nuklearkräfte Russlands. Angesichts dessen, dass sich die Anzahl
der entfalteten strategischen Gefechtsladungen im Verhältnis zu
der der 80er Jahre um fast eine Niveauebene reduzieren wird, wird die
Möglichkeit zur Lösung einer derartigen Aufgabe immer
realistischer.
Ende der 90er Jahre gelangten Funkmessaufklärungssatelliten in die
Bewaffnung der USA, die in der Lage sind, Objekte auf der
Erdoberfläche am Tage und in der Nacht unter allen
Wetterbedingungen aufzufassen. Beginnend seit 1988 betreiben die USA
gegenwärtig 4 Funkmessaufklärungssatelliten vom Typ
„Lacrosse“, die andere, mit optischen Sensoren
ausgestattete, Aufklärungssatelliten ergänzen. Von 1998 bis
2000 erfolgte die Entwicklung von Funkmessaufklärungssatelliten
im Rahmen des so genannten Programms „Discovery-2“.
Entsprechend den Anforderungen soll ein System aus 24 Satelliten mit
hoher Zuverlässigkeit operativ in einer Überflugfrequenz
von 10-15 min. Objekte auf der Erdoberfläche in einer Auflösung
von bis zu 0,3 m und einer Genauigkeit der Zielzuweisung von 1,8 m
auffassen, um damit eine Selektion beweglicher Ziele zu
gewährleisten.
Ab 2001 erfolgte in den USA die Entwicklung eines kosmischen
Funkmessaufklärungssystems für die Auffassung und
Zielzuweisung für Vernichtungsmittel an bewegliche Ziele im
Rahmen des so genannten Projektes 5009, seit 2002 des Projektes A004,
und danach im Rahmen des Programms Space Radar(2).
Die Integration von neuen amerikanischen Satellitenaufklärungsmitteln
in eine einheitliche Führungs- und Gefechtseinsatzkontur der
strategischen nuklearen Angriffskräfte und der nichtnuklearen
Präzisionswaffen verkörpert eine ernsthafte Gefahr für
die eigene mobile landgestützte Raketengruppierung der
strategischen Nuklearkräfte.
Eine Reihe weiterer wesentlicher Momente
Die taktischen in Europa und auf maritimen Trägern stationierten
Kernwaffen der USA sind einsetzbar gegen Objekte auf dem Territorium
Russlands. Zu diesen Waffen zählen gegenwärtig die nuklear
bestückten seegestützten Flügelraketen Tomahawk, wie
auch die nuklearen Fliegerbomben der taktischen Fliegerkräfte.
Bezüglich der Stärke der nuklearen Gefechtsladung, der
Einsatzreichweite und der Treffgenauigkeit sind die seegestützten
Flügelraketen Tomahawk gegenüber den strategischen
luftgestützten Flügelraketen ALCM-B (Air
Launched Cruise Missile,
E.L.) als äquivalent anzusehen. Nukleare Fliegerbomben
der taktischen Fliegerkräfte der USA sind bezüglich ihrer
Stärke mit den Gefechtsladungen der ICBM und der SLBM
vergleichbar, und bezüglich ihrer Treffgenauigkeit
sind sie diesen überlegen.
Gegenwärtig verfügen die USA über 320 eingelagerte nukleare
Gefechtsteile von Flügelraketen. Die nuklearen
seegestützten Flügelraketen Tomahawk unterliegen keinerlei
vertraglichen Beschränkungen und können in kurzer Frist auf
U-Boote und Überwasserschiffe aufgerüstet werden.
Raketen mit nuklearer Ausstattung sind äußerlich gegenüber
den nichtnuklearen Raketen dieses Typs identisch und werden auch auf
denselben Trägern installiert. Dies schließt die
Möglichkeit einer effektiven Kontrolle der Anzahl der
entfalteten seegestützten Flügelraketen unter den
bestehenden Bedingungen aus, solange die USA die Position vertreten,
dass die seegestützten Flügelraketen im Rahmen des
START-Vertrags nicht erfasst werden sollen. Das gesamte „aktive
Potenzial“ der taktischen Nuklearwaffen der USA (etwa 800
Einheiten), von denen bis zu 50 % ständig in Europa basiert
sind, ist vergleichbar mit dem Potenzial an strategischen
Nuklearladungen, das nach der Reduzierung entsprechend dem
SORT-Vertrag verbleiben soll. Dies gilt umso mehr nach den
voraussichtlichen Reduzierungen entsprechend dem neuen START-Vertrag.
Im Jahre 2001 wurde in den USA die Konzeption einer neuen „Triade
der strategischen Kräfte“ angenommen. Im Unterschied zu
der klassischen, bestehend aus ICBM, SLBM und den strategischen
Fliegerkräften, umfasst die neue Triade das Raketenabwehrsystem,
die strategischen Nuklearkräfte und die Präzisionswaffen.
Wobei letztere zusammen mit den strategischen Nuklearkräften und
dem Raketenabwehrsystem zu einer gleichwertigen Komponente eines
perspektivischen Systems der strategischen Kräfte der USA
werden. Gegenwärtig setzt sich das Arsenal der nichtnuklearen
Präzisionswaffen großer Reichweite der USA zusammen aus
den Flügelraketen Tomahawk, mit denen Überwasserschiffe und
U-Boote ausgestattet sind und den luftgestützten Flügelraketen
CALCM (Conventional Air
Launched Cruise Missile,
E.L.) auf strategischen Bombern B-1B und B-52H. Zu Trägern
für nichtnukleare Flügelraketen Tomahawk wurden vier
ehemals mit ballistischen Raketen ausgestattet U-Boote der
„Ohio“-Klasse umgerüstet (bis zu jeweils 154). Das
Gesamtpotenzial maritimer und luftgestützter Träger
ermöglicht eine Bewaffnung mit 4000 bis 6300 Einheiten
nichtnuklearer Präzisionswaffen.
Die Reduzierung der Anzahl der auf strategischen Trägern operativ
entfalteten nuklearen Gefechtsladungen bis auf ein Niveau von
1700–2200 Einheiten, wie es im Rahmen der Realisierung des
SORT-Vertrages vorgesehen ist, wird in den USA dadurch realisiert,
dass die Anzahl der Gefechtsblöcke auf den ICBM „Minuteman-III“
(von 3 auf 1) und bei den SLBM „Trident-II“ (von 8 auf 4)
reduziert wird. Jedoch wird die „Entladung“ der Raketen
in der Weise vollzogen, dass die Plattform der sich teilenden
Gefechtsköpfe erhalten bleibt, und die entnommenen Gefechtsköpfe
werden nicht liquidiert, sondern eingelagert. Somit sind die
Möglichkeit einer relativ schnellen Wiederherstellung der
ursprünglichen Variante der Gefechtsausstattung und eine
Erweiterung der Anzahl der entfalteten nuklearen Gefechtsladungen
gewährleistet, die das nach Vertrag vorgesehene maximale Niveau
um das Doppelte übersteigen.
Die Reduzierung der russischen strategischen Offensivwaffen hingegen
erfolgt dadurch, dass die ICBM und die SLBM aus dem Gefechtsbestand
entfernt und vernichtet werden, weil deren garantierte
Einsatzressourcen abgelaufen sind, bzw. weil die Träger-U-Boote
aus dem gleichen Grunde außer Dienst gestellt werden. Ein
Rückführungspotenzial gibt es daher in Russland praktisch
nicht. Im Ergebnis dessen können die USA nach dem Fristablauf
des Vertrages über die strategischen Offensivpotenziale
(SORT-Vertrag) schnell eine eigene vierfache Überlegenheit
bezüglich der Anzahl der entfalteten Gefechtsladungen gegenüber
Russland herstellen. Mit Berücksichtigung der taktischen
nuklearen Bewaffnung, die gegen das Territorium Russlands eingesetzt
werden kann, erhöht sich die zahlenmäßige
Überlegenheit der USA an Gefechtsladungen noch weiter.
Die USA können somit im Ergebnis des vertraglichen
Abrüstungswettlaufs bei den strategischen Offensivwaffen eine
solch entscheidende Überlegenheit über Russland erlangen,
wie es unter den Bedingungen des Wettrüstens nicht möglich
gewesen wäre. Bezüglich des Zahlenverhältnisses der
entfalteten strategischen nuklearen Gefechtsladungen fällt
Russland auf das Niveau der mittleren 60er Jahre zurück, als die
USA etwa über dieselbe Überlegenheit verfügten.
Gegenwärtig jedoch verstärkt sich dieser Effekt noch
entschieden durch die Existenz eines gestaffelten Systems der
Raketenabwehr und die nichtnukleare Komponente der strategischen
Kräfte.
Das schwächer werdende Potenzial
Nicht zu verschweigen sind auch die für Russland negativen inneren
Faktoren. Dazu zählen folgende:
Zu Beginn des Jahres 2009 betrug die Anzahl der entfalteten
landgestützten strategischen Träger der Russischen
Föderation 385 Einheiten (diese waren in der Lage 1357 nukleare
Ladungen zu transportieren). Es handelt sich um die schweren ICBM
R-36M UTTCh (NATO: SS-18 „SATAN“, E.L.) und R-36M2
(NATO: SS-18 „SATAN“, E.L.) ausgestattet mit 10
sich abteilenden Gefechtsköpfen mit individueller Lenkung, die
ICBM leichter Klasse UR-100N UTTCh (NATO: SS-19 mod.2 „STILETTO“,
E.L.) mit sechs Gefechtsladungen, 65 interkontinentale
ballistische Monoblock-Raketen „TOPOL-M“ (NATO: SS-27
„SICKLE B“, E.L.) (15 mobile und 50 in Startschächten
basierte). Auf den Raketen R-36M UTTCh, R-36M2 und UR-100N UTTCh sind
1112 Gefechtsladungen installiert, - dies entspricht 82 % aller
entfalteten Gefechtsladungen der Strategischen Raketentruppen. Diese
Raketen werden im Weiteren nicht mehr produziert, sie befinden sich
in der Endphase ihres möglichen Einsatzes und werden in der
nächsten Zeit praktisch alle aus dem Gefechtsbestand entfernt.
Bis 2017 stehen die mobilen Landraketenkomplexe „TOPOL“
(NATO: SS-25 „SICKLE“, E.L.) zur
Außerdienststellung an.
Ergänzt wird die Gruppierung durch 13 ICBM „TOPOL-M“ und die neue
landgestützte ICBM RS-24 (NATO: SS-X-29, E.L.) mit sich
teilenden Gefechtsköpfen mit individueller Lenkung. Nach Angaben
aus der Presse kann diese Rakete mit drei Gefechtsblöcken
ausgestattet werden. Die Übernahme der RS-24 in die Bewaffnung
ist für Ende 2009 vorgesehen. Das Tempo der Einführung der
im Wodkinsker Maschinenbauwerk gefertigten der „TOPOL-M“
beträgt 6-8 Einheiten pro Jahr. Das Einführungstempo der
neuen RS-24 wird sehr wahrscheinlich dazu analog verlaufen. Davon
ausgehend kann sich nach sieben Jahren, wenn die alten ICBM
vollständig aus dem Gefechtsbestand entfernt sind, die Anzahl
der entfalteten landgestützten ICBM auf nicht mehr als 134
Einheiten belaufen, die dann mit bis zu 246 Gefechtsladungen
ausgestattet sein können.
Die seegestützten strategischen Nuklearkräfte verfügten zu
Beginn des Jahres 2009 über 5 U-Boote vom Projekt 667BDR (NATO:
DELTA-III, E.L.)
mit
jeweils 16 Raketen R-29RMU2 („SINEWA“) (NATO:
SS-N-23 „SKIFF“, E.L.).
Die Raketen R-29 (NATO:
SS-N-18, E.L.)
sind mit sich abteilenden Gefechtsköpfen mit individueller
Lenkung von 3 Gefechtsblöcken ausgestattet, und die R-29RMU2 mit
4 Gefechtsblöcken. Insgesamt beläuft sich die maritime
Komponente der strategischen Nuklearkräfte somit real auf 172
SLBM mit 612 Gefechtsladungen.
Die U-Boote vom Projekt 667BDR werden in den nächsten Jahren
aufgrund von erschöpften Einsatzressourcen aus dem Kampfbestand
ausscheiden. Im Jahre 2009 begannen die Fahrterprobungen der „JURIJ
DOLGORUKIJ“ (Projekt 955 „BOREY“), zwei weitere
Einheiten dieses Typs befinden sich im Bau, am 22. Dezember 2009
erfolgt die Kiellegung der 4. Einheit(3).
Auf diesen soll der Komplex „BULAWA“ (NATO:
SS-NX-30, E.L.) zum
Einsatz kommen. Seine 1998 begonnene Entwicklung verzögert sich
jedoch erheblich. Angesichts der negativen Statistik der bisherigen
Erprobungsstarts der „BULAWA“ ist eine tatsächliche
Übernahme dieser Rakete in die Bewaffnung der neuen
strategischen U-Boote nur schwer zu terminieren. Es ist durchaus
möglich, dass die neuen strategischen U-Boote vom Projekt 955
ohne die für sie vorgesehene Raketenbewaffnung verbleiben. Somit
wird sich die maritime Gruppierung der strategischen Nuklearkräfte
in absehbarer Perspektive auf die Boote vom Projekt 667BDRM (NATO:
DELTA-IV, E.L.)
mit der Rakete „SINEWA“ (96 Raketen, 384
Gefechtsladungen) beschränken.
Hinzu kommt, dass die gegenwärtig eingeführten („TOPOL-M“)
und die in der Erprobung befindlichen strategischen Raketen (RS-24,
„BULAWA“) gegenüber den Raketen, die sie ersetzen
sollen, über eine geringere Auswurfmasse verfügen. Die
„TOPOL-M“ steht der UR-100N UTTCh bei diesem Parameter um
das 3,6fache und der R-36M2 um das 7,3fache nach. Die „BULAWA“
steht der „SINEWA“ in dieser Hinsicht um das 2,3fache
nach. Gerade gegenwärtig wäre es aber im Zusammenhang mit
dem durch die USA aufgebauten gestaffelten Raketenabwehrsystem und
der wesentlichen Reduzierung der Anzahl der russischen strategischen
Nuklearkräfte erforderlich, über Raketen mit einer größeren
auszubringenden Masse zu verfügen, um einen größeren
Komplex an Mitteln zur Überwindung des Raketenabwehrsystems zu
schaffen und schneller eine höhere Anzahl von Gefechtsladungen
einsetzen zu können. Gebaut werden jedoch die in dieser Hinsicht
schwachen „TOPOL-M“ und „BULAWA“. Wenn diese
Orientierung für mobile landgestützte Komplexe ihre
Berechtigung hat, so ist sie jedoch bei den schachtbasierten ICBM und
den SLBM unbegründet.
Die strategischen nuklearen Fliegerkräfte Russlands bestanden 2009
aus schweren Bombenflugzeugen Tu-160 (16 Maschinen) (NATO:
„BLACKJACK“, E.L.) und Tu-95MS (64) (NATO:
„BEAR“, E.L.). Diese können bis zu
896 Flügelraketen tragen. Bis 2017 wird sich deren Anzahl
aufgrund des Ablaufs der Einsatzressourcen eines Teils der Tu-95MS
auf bis zu 66 reduzieren. Die Anzahl der einsetzbaren Flügelraketen
wird sich auf 500 - 750 reduzieren.
Die strategischen Fliegerkräfte, auf die gegenwärtig 32% der
entfalteten nuklearen Gefechtsladungen entfallen, sind praktisch
nicht an der nuklearen Zügelung beteiligt. Die Maschinen sind
auf Flugbasen stationiert und nicht im Gefechtsdienst stehen. Dadurch
besteht nicht die Möglichkeit, sie einem mit nuklearen oder auch
mit nichtnuklearen Präzisionswaffen vorgetragenen
Überraschungsangriff zu entziehen. Selbst für den Fall,
dass die strategischen Bombenflugzeuge in das Regime des
Gefechtsdienstes überführt werden, wird bei einer
Umdislozierung ihr Gefechtseinsatz immer verbunden sein mit langen
Anflugdistanzen bis zur Einsatzlinie der Flügelraketen, die sich
dann bereits in der Kontrollzone des Luftverteidigungssystems der
NATO befinden würde. Dies wird durch die Begleitung der
strategischen Fliegerkräfte bei ihren Patrouillenflügen
durch Jägerkräfte der Allianz anschaulich demonstriert. Die
eingesetzten Flügelraketen selbst sind verwundbar durch alle
Staffeln des Luftverteidigungssystems (Jagdfliegerkräfte,
Luftabwehr-Raketenkomplexe, Luftabwehr-Rohrartillerie).
Dies verbietet es, die strategischen Fliegerkräfte in ihrer
gegenwärtigen Form als effektive Komponente der strategischen
Nuklearkräfte zu betrachten. Eine Erhöhung des Beitrags
dieser Fliegerkräfte im Potenzial der nuklearen Zügelung
kann sichergestellt werden durch deren Bewaffnung mit ballistischen
Raketen der Klasse „Luft-Boden“ mit interkontinentaler
Reichweite (ALBM
- Air-launched
ballistic
missile,
E.L.).
Die luftgestützten Flügelraketen (ALCM) sind zweckmäßig
einsetzbar nur in der Variante mit nichtnuklearer Ausstattung.
Somit können sich die strategischen Nuklearkräfte Russlands bis
2017 auf bis zu 300 Träger reduzieren, auf denen etwa 1100
Gefechtsladungen installiert sind. Von diesen werden real lediglich
etwa die 600 Gefechtsladungen an der nuklearen Zügelung
beteiligt sein können, die zu den ICBM und den SLBM gehören.
Die USA können über diesem Zeitraum durch die Reduzierung
der Anzahl von Gefechtsladungen auf allen ICBM „MINUTMEN-III“
auf einen, und bei den SLBM „TRIDENT-II“ auf drei, durch
die Reduzierung der schweren Bombenflugzeuge B-52H und durch die
Umrüstung eines Teils der schweren Bombenfliegerkräfte auf
einen nichtnuklearen Status über das nach neuem START-Vertrag
maximal vorgesehene Niveau von 1100 strategischen Trägern und
1675 Gefechtsladungen verfügen. In dem Falle, dass nach dem
neuen START-Vertrag keine Beschränkung der Anzahl eines
Rückführungspotenzials vorgesehen ist, könnten die USA
relativ schnell die abgerüsteten Gefechtsladungen wieder auf den
Trägern installieren. Damit würde die Anzahl der
entfalteten Gefechtsladungen die vertragliche Beschränkung um
das 2,8fache übersteigen, und es wäre in diesem Parameter
eine mehr als 4fache Überlegenheit über Russland erzielt.
Folgende Aspekte besitzen angesichts des Dargelegten beim Abschluss eines
neuen START-Vertrages eine Schlüsselbedeutung für Russland:
- die Einführung von quantitativen Beschränkungen bei den
strategischen Raketenabwehrsystemen, ein Verbot für deren
Stationierung außerhalb des nationalen Territoriums, ein
Verbot für die Schaffung und Entfaltung von neuen Arten von
luft- und kosmosgestützten Systemen der Raketenabwehr;
- eine Begrenzung der Höhe des Rückführungspotenzials;
- ein Verbot der Stationierung von strategischen Offensivbewaffnungen und
taktischen Nuklearwaffen außerhalb des nationalen
Territoriums;
- ein Ausschluss von „harten“ Beschränkungen für die
Stationierung und das Betreiben von mobilen landgestützten
Komplexen;
- der Ausschluss eines Verbots für schwer zu bekämpfende Arten
von strategischen Angriffsbewaffnungen vom Typ der ballistischen
Raketen der Klasse „Luft-Boden“ mit interkontinentaler
Reichweite (ALBM), die eine Erhöhung der strategischen
Stabilität begünstigen(4);
- der Einschluss von seegestützten strategischen Flügelraketen
großer Reichweite in den Bestand der zu beschränkenden
Arten von strategischen Offensivbewaffnungen, wie auch
aller Arten von strategischen Trägermitteln mit nichtnuklearer
Ausstattung.
Für beide Länder von großer Bedeutung ist die Einführung
eines Verbots für destabilisierende Arten von strategischen
Offensivbewaffnungen in der Art von orbitalgestützten Waffen,
sowie auch das Vorhandensein eines Kontrollregimes über die
Erfüllung eines neuen Vertrages. Angesichts der
Unausweichlichkeit einer natürlichen Reduzierung der
strategischen Offensivbewaffnungen Russlands werden die USA, –
so die Annahme dieses Autors – schwerlich auf den Abschluss
eines gleichberechtigten Vertrages eingehen, der alle
aufgeführten Problemfragen lösen könnte. Ob es dazu
kommt, wird sich in Kürze zeigen.
**********
Anmerkung: Kursivsetzungen und andere Hervorhebungen und Fußnoten
erfolgten durch den Übersetzer.
(1) Vertragstext in englischer Sprache:
http://georgewbush-whitehouse.archives.gov/news/releases/2002/05/20020524-3.html |
[zurück]
(2)
http://www.globalsecurity.org/space/systems/sr.htm |
[zurück]
(3) Das Datum der Kiellegung der 4. Einheit vom Projekt 955A „Heiliger Nikolaj“ ("Святитель
Николай") wurde laut
Mitteilung von ARMS-TASS vom 21.12.2009 „aus technischen
Gründen auf Jahresbeginn 2010“ verschoben; Anmerkung des
Übersetzers. |
[zurück]
(4) Anmerkung des Übersetzers: Eine ausführliche Argumentation
des Autors zur strategisch stabilisierenden Rolle von luftgestützten
ballistischen Interkontinental-Raketen ist unter folgenden Quelle
(russisch) zu lesen:
http://nvo.ng.ru/armament/2009-05-29/8_weapon.html |
[zurück]
|