| Impressum | [Lemcke-Home] [DSS-Home] | 01.06.2001 |
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Dresdener Studiengemeinschaft SICHERHEITSPOLITIK e.V. (DSS) |
Es wurde der Start gegeben für ein Programm Unter diesem Titel/Untertitel berichtet Igor Korotschenko über einen Vorstoß zur Bündelung wichtiger Institutionen und Betriebe des militärischen Flugzeugbaus in Russland. "Am vergangenen Freitag (am 11. Mai 2001; E.L.) unterzeichneten die Chefs jener Betriebe, die zur Kooperation für die Erarbeitung neuer Luftfahrttechnik gehören, wie auch die Chefs der führenden wissenschaftlichen Forschungsinstitute der russischen Luftfahrtindustrie in Anwesenheit des Generaldirektors von Rosaviakosmos (Росавиакосм ос) Juri Koptew im Luftfahrt-Militär-Industrie-Komplex (AWPK) "Suchoi" ein Generalabkommen über die Teilnahme an der Schaffung eines perspektivischen Luftfahrt-Komplexes. Unterzeichnet wurde das Dokument durch die Chefs von GosNIIAS ( ГосНИИАС), ZAGI (ЦАГИ), WIAM (ВИАМ), ZIAM (ЦИАМ), NIAT (НИАТ ), der OAO "А. Ljulka-Saturn", des NPZ (НПЦ) "Technokomplex", der Kooperativen "Aerokosmitscheskоje oborudowanije", der "Awiapribor-cholding", der GMKB (ГМЛБ) "Wimpel", des GNPZ (ГНПЦ) "Swesda-Strela", des AWPK (АВПК) "Suchoi" und des OKB (ОКБ) von "Suchoi". Die Bedeutung des unterzeichneten Abkommens besteht darin, dass die führenden inländischen Entwickler grundlegende Prinzipien der Zusammenarbeit abstimmten, Pflichten und Verantwortlichkeiten der Teilnahme am größten Kooperationsprogramm von gesamtnationaler Tragweite festlegten. Das Dokument ist offen zur Unterzeichnung, und in nächster Zeit werden sich auch Serienwerke und andere Betriebe der inländischen Luftfahrtindustrie daran beteiligen. Wie bereits früher häufig betont, hängt von der Frage, ob es zur Serienproduktion eines Kampfflugzeuges der Zukunft kommen wird, das Schicksal der inländischen Luftfahrtindustrie ab. Insofern gab Russland eine adäquate Antwort auf die in den USA bereits fortgeschrittenen Arbeiten zur Schaffung des hochmodernen Kampfflugzeuges JSF (Joint Strike Fighter). Im Interesse der USA und Großbritanniens werden 3 000 Jagdflugzeuge JSF gebaut werden. Darüber hinaus soll der JSF zum meistgekauften Flugzeug der ersten Hälfte des XXI. Jahrhunderts werden. Es wird die Jagdflugzeuge amerikanischer Produktion der dritten und vierten Generation (etwa 50% des Bestandes an Kampfflugzeugen in der Welt) ablösen. Der Gesamtproduktionsumfang des JSF beträgt 5 000 - 6 000 Flugzeuge. Mit ihrem Markteintritt werden die russischen Kampfflugzeuge der vierten Generation Su-27 und Mig-29 nicht mehr konkurrenzfähig sein. Dies diktiert eine maximale Konzentration der Anstrengungen auf die Schaffung eines prinzipiell neuen Kampfflugzeuges in der RF. Deshalb ist vorgesehen, die Arbeiten am russischen Luftfahrtkomplex in hohem Tempo voranzutreiben. Wie Juri Koptew mitteilte, soll bereits zum Ende dieses Jahres das Vorprojekt vorliegen. Wenn es gelingt, die Pläne mit den vorhandenen Ressourcen abzustimmen, so ist vorgesehen, im Jahre 2010 die Serienproduktion des neuen Flugzeuges zu beginnen. Ab 2011 – 2012 soll seine Übernahme in die russischen Luftstreitkräfte beginnen und der Einstieg in den Weltmarkt erfolgen – zeitgleich mit dem Erscheinen des amerikanischen JSF. Der taktisch-technische Auftrag zur Entwicklung eines multifunktionalen Frontflugzeuges wurde durch die russischen Luftstreitkräfte bereits im Jahre 1998 erteilt. Zu den Arbeiten wurden die erfahrenen Konstruktionsbüros von Suchoi, Mikojan und Jakowlew unter Führung des "OKB Suchoi" herangezogen. In diesen Jahren wurde eine gewisse wissenschaftlich-technische Vorarbeit geleistet. Am weitesten fortgeschritten sind die Entwicklungen des "OKB Suchoi", die sich auf die Resultate stützten, die im Verlaufe des Programms mit dem Experimentalflugzeug S-37 "Berkut" erzielt wurden, - einem Flugzeug mit umgekehrter Flügelgeometrie. Im April 2001 wurden die Forderungen nach einem künftigen Flugzeug präzisiert, und wie der Oberkommandierende der Luftstreitkräfte Anatoli Kornukow mitteilte, hat seine Institution den taktisch-technischen Auftrag erneut bestätigt. Einen Monat darauf wurde unter der Ägide des AWPK "Suchoi" die Kooperation geschaffen, die diese verantwortliche Aufgabe lösen soll. Es muss betont werden, dass die führende Rolle des AWPK "Suchoi" an der Entwicklung des Jagdflugzeuges der fünften Generation in erster Linie begründet ist durch das vorhandene wissenschaftlich-technische und technologische Potential des Komplexes, aber auch durch den stabilen Absatzmarkt seiner Erzeugnisse. Außerdem ist die Abstimmung der Dokumente zur Reformierung des AWPK, auf dessen Basis eine Holding mit vertikal integrierender Struktur geschaffen werden soll, praktisch abgeschlossen. Wie der Generaldirektor von Rosawiakosmos Juri Koptew unterstrich, "entspricht dies den Forderungen der Zeit". Das genaue technische Antlitz des neuen russischen Jagdflugzeuges ist noch nicht bekannt. Mit Bestimmtheit kann man nur sagen, dass es weder Ähnlichkeit haben wird mit der S-37 noch mit dem Versuchsflugzeug 1.44, welches vom RSK "MiG" entwickelt wurde. Nach Informationen, die von den Luftstreitkräften der RF bereits veröffentlicht wurden, soll die Flugmasse der Maschine 20 Tonnen betragen (eine Zwischenklasse zwischen MiG 29 und Su-27). Sie wird mit Triebwerken AL-41F ausgerüstet sein. Das neue Flugzeug muss solchen allgemein anerkannten Kriterien eine künftigen Jägers genügen wie höchste Mänövrierfähigkeit, geringe Auffaßbarkeit im Funkmeß- und Infrarot-Bereich, Überschallgeschwindigkeit. Das Flugzeug wird ausgestattet sein mit einem Radar mit phasengeteiltem Antennengitter. Der Pilot wird die Zielauswahl mit Hilfe eines Helmsystems der Zielzuweisung vornehmen können. Die Bordbewaffnung besteht aus künftigen "Luft-Luft"-Raketen unterschiedlicher Reichweite, wie auch "Luft-Boden"-Raketen. Das grundlegende Problem sehen die Entwicklungsingenieure in der Finanzierung. Diese soll unter Nutzung von drei Quellen gelöst werden: durch Mittel aus dem staatlichen Verteidigungsauftrag, durch eigene Mittel der Programmteilnehmer, die aus militär-technischer Zusammenarbeit fließen sollen, wie auch durch das Erschließen von Mitteln strategischer Partner. Die Gewährleistung der erforderlichen Finanzierung kann ebenfalls durch die Anbindung von Ländern der GUS an das Projekt erfolgen, in erster Linie von Belorussland und der Ukraine, aber ebenso auch einiger anderer Länder. Nach vorläufigen Berechnungen wird der Preis der neuen Maschine auf dem Außenmarkt 30 Mill. Dollar nicht überschreiten, was sie gegenüber dem Preis des JSF absolut konkurrenzfähig macht. Die Umsetzung des Programms zur Schaffung eines perspektivischen Jagdflugzeuges wird zur Schlüsselaufgabe für die Entwicklung der russischen Luftfahrtindustrie und der Festigung ihrer Position auf dem Weltmarkt der Hochtechnologien. Abkürzungen:
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