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Dresdener Studiengemeinschaft SICHERHEITSPOLITIK  e.V.   (DSS)






Russlands Militärs kehren auf das Kaspische Meer zurück

Die Manöver im August 2002 verdeutlichten, dass Russland bestrebt und in der Lage ist,
die Region zu dominieren.


Bericht: Egbert Lemcke

Nach einem Artikel von Sergej Sokut in NWO   ( http://nvo.ng.ru/wars/2002-08-16/2_caspian.html )



Am 15. August fanden Übungen der Russischen Streitkräfte und der anderen Machtstrukturen im Kaspischen Meer ihren Abschluss, zu denen es bisher in der Region keinen Vergleich gibt. Zu sowjetischen Zeiten gab es natürlich umfangreichere Manöver, doch erfolgte dabei niemals ein komplexer Einsatz aller Machtstrukturen zur Lösung eines derart breiten Kreises miteinander verbundener Aufgaben.
In die Praxis der Gefechtsausbildung fand eine Reihe neuer politischer, militärischer und technischer Momente Eingang, die die gegenwärtig entscheidenden Veränderungen in der Moskauer Verteidigungspolitik widerspiegeln. Erstmals standen hinter dem Übungsszenario so klar verfolgte reale politische Aufgaben, die Russland an seinen südlichen Grenzen zu lösen hat. Erkennbar wurde ein neuer Ansatz des Staates gegenüber dem Schutz konkreter Regionen und Wirtschaftssubjekte und, - besonders bemerkenswert-, der privaten Wirtschaft. In der Gefechtsausbildung wurde auf einem qualitativ neuen Niveau das Zusammenwirken der Formationen unterschiedlicher Teilstreitkräfte und anderer Machtstrukturen erarbeitet. Darüber hinaus wurde die Fähigkeit demonstriert, politische und propagandistische Aktionen mit den realen Handlungen der Machtstrukturen gekonnt zu verbinden.

Kräfte und Mittel

Von den Streitkräften der RF wurden herangezogen: die Kaspiflottille, Verbände und Truppenteile des Nordkaukasischen Militärbezirks, der 4. Armee der Luftstreitkräfte und Luftverteidigung, Fliegerkräfte und Spezialeinheiten der Schwarzmeerflotte. Unmittelbar an den Manövern nahmen außerdem teil: Formationen der Truppen des Innenministeriums (МВД), des Föderalen Sicherheitsdienstes (ФСБ), Truppen des Föderalen Grenzdienstes (ФПС) (darunter auch maritimer Einheiten) sowie Kräfte des Katastrophenministeriums (МЧС). Zu einzelnen Episoden wurden Technik und Objekte des Transport- und Energieministeriums genutzt. Die unmittelbare Führung über die Übungen hatte der Kommandierende der Kaspiflottille, Vizeadmiral Wladimir Masorin. Bei einzelnen Abschnitten ging die Führung direkt an den Verteidigungsminister Sergej Iwanow und den Oberkommandierenden der Seekriegsflotte, Wladimir Kurojedow, über.

Einige quantitative Werte zu den Manövern: Es waren 10,5 Tausend Mann, 60 Schiffe und Boote, über 30 Flugzeuge/Hubschrauber einbezogen. In der Zeit vom 1. - 7. August führten die Streitkräfte Russlands Kommando-Stabs-Manöver durch, vom 8. - 15. August erfolgte die Erfüllung von Aufgaben in See und im Küstenvorfeld.

Eine Einladung zur Teilnahme war an alle Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres gerichtet, jedoch verzichteten diese aus unterschiedlichen Gründen. Kasachstan teilte vier Su-27 zu, die zusammen mit russischen Kräften die Sicherung von Erölfeldern erarbeiteten. Nach einigen Angaben sollten die kasachischen Fliegerkräfte an der Luftunterstützung einer russischen Seelandung beteiligt werden. Es muss betont werden, dass die Seestreitkräfte Kasachstans vom 7. – 16. August in ihrem Sektor der Kaspisee im Gebiet der Halbinsel Mangyschlak selbst eine operativ-taktische Übung («Meer des Friedens - 2002») durchführten. Daran beteiligt waren 3000 Soldaten aller Teilstreitkräfte und 400 Technikeinheiten. Bereits im Verlaufe der Übung erklärte Sergej Iwanow unter Hinweis auf Russland und Kasachstan, dass er die Schaffung einer kaspischen Gruppierung nicht ausschließe.

Die Seestreitkräfte Aserbaidshans waren an drei Episoden beteiligt: dem Schutz der Fischerei vor Wilderern, der gegenseitigen Hilfeleistung bei Havarien oder Bränden auf Schiffen und dem gemeinsamen Verbandsfahren von Schiffen in allgemeiner Formation. Baku war vertreten durch ein Schiff des hydrographischen Dienstes und durch das Basis-Räumschiff «Magomed Gadshijew».

Kasachstan und Aserbaidshan schickten ihre Beobachter im Range von Oberoffizieren nach Astrachan. Analoges tat auch der Iran, der durch den Konteradmiral der Flotte Muchammad Dechgani vertreten war. Dieser erklärte übrigens, dass Teheran im Jahre 2003 eine gleichartige Übung in seinem Sektor des Kaspischen Meeres durchführen werde.
Turkmenien lehnte es ab, seine Vertreter zu schicken, ja äußerte darüber hinaus Zweifel an der Zweckmäßigkeit der Durchführung solch umfangreicher Aktionen auf der Kaspisee.

Ziele und Aufgaben

Es ist bezeichnend, dass - wenngleich einzelne Momente der Übungen sehr gut beleuchtet werden - doch viele Elemente der Idee und des Szenarios geheim bleiben. So wurde der Maßstab der Manöver nicht bezeichnet (strategische, operative, taktische), nichts verlautete auch über eine offizielle Bezeichnung, die in der Regel sinngeladen wäre. Spezialisten bestimmen die Maßnahme als operativ-taktisch. Eine Analyse von Informationen aus offenen Quellen ermöglicht es, eine Liste von Aufgaben und in einigen Fällen auch Elemente des Szenarios der Übungen aufzustellen.

Die offiziell erklärten Ziele der Übungen waren:

  • Gewährleistung von Stabilität im Kaspisschen Meer, in Dagestan und im gesamten Nordkaukasus;
  • Demonstration der Bereitschaft Russlands zum Kampf mit dem Terrorismus in all seinen Erscheinungen, wie auch mit Seepiraterie (bezeichnender Weise wurden vom Verteidigungsminister Sergej Iwanow als Richtungen, aus denen Gefahr für die Kaspi-Anrainerstaaten ausgehen könnten, Afghanistan und Georgien genannt. Dabei werden von ihm als Terroristen all jene gemeint, denen die "gegenwärtige Lage in der Region nicht gefällt");
  • Schutz des "Nord-Süd"- Transport-Korridors, dessen Projekt nach den Worten des stellvertretenden Transportministers der RF, Wjatscheslaw Rukschi, ohne harte Sicherheitsgarantien der Gefahr von Anschlägen ausgesetzt ist;
  • Bewachung der maritimen Bioressourcen, die nach den Worten des Astrachaner Gouverneurs, Anatoli Gishwin, eines der wichtigsten Probleme der Region darstellt;
  • Bewachung und Schutz von Objekten des Öl-Gas-Komplexes an der Küste und im Schelf des Kaspisschen Meeres;
  • Unterbindung des gesetzwidrigen Transportes von Narkotika;
  • Erarbeitung eines einheitlichen Systems zum Schutz der ökologischen Sicherheit und zur Rettung auf See.

Die Vertreter des Verteidigungsministeriums nannten auch eine Reihe anderer Aufgaben in sozusagen technologischer Hinsicht. Erstens geht es dabei um Schlussfolgerungen aus der Ausweitung der militärischen Gruppierung in der Region und der Auffüllung der Kaspi-Flottille. Zweitens wollte das Verteidigungsministerium der RF neue Bewaffnung und Technik, die bis dahin für Handlungen in See nicht zum Einsatz kam, unter annähernden Gefechtsbedingungen erproben. Drittens ging es um die Erarbeitung des Zusammenwirkens zwischen den Formationen großer föderaler Behörden, die nach den Worten von Wladimir Kurojedow im Prinzip identische Funktionen erfüllen, was die Gefahr in sich berge, sich gegenseitig zu paralysieren oder zu behindern.

Die föderalen Einrichtungen legten großen Wert darauf, die Nachbarn wie auch die Weltöffentlichkeit zu beruhigen, die in einigen Fällen die Übungen als den Versuch Russlands auffassten, seine Position in der Region mittels Gewalthandlungen zu festigen. In diesem Zusammenhang wurden unverfängliche Formulierungen gefunden, wie die folgende von Admiral Kurojedow: "Mit der Durchführung der Übungen der Kaspi-Flottille verfolgen wir nicht die Absicht, militärische Gewalt zu demonstrieren. Russland verfügt jedoch über ein mächtiges militärisches Potenzial zur Erfüllung seiner Aufgaben, sofern diese nicht auf friedlichem Wege lösbar sind." Etwas offener äußerte sich der ehemalige Kommandierende der Schwarzmeerflotte, Held der Sowjetunion Admiral Eduard Baltin: "Das offizielle Szenario der Übungen der Kaspi-Flottille trägt lediglich taktischen Charakter, in strategischer Hinsicht muss Russland zum Ausdruck bringen, dass diese Region Zone seiner strategischen Interessen ist, die es bereit ist zu behaupten, und dies auch mittels militärischer Gewalt". Er brachte ebenfalls zum Ausdruck, dass das Hauptziel der umfangreichen Übungen im Kaspischen Meer das Training des Zusammenwirkens der verschiedenen Machtstrukturen Russland ist, um künftig in dieser Region eine operative Kaspische Kräftegruppierung schaffen zu können.

Eine Flottille zur Bandenbekämpfung

Eine sehr umfangreiche "offene" Episode war die Durchführung gemeinsamer Handlungen zur Vernichtung einer starken illegalen bewaffneten Formation. Nach der Idee der Organisatoren der Übung verübte diese eine Reihe umfangreicher Terrorakte und besetzte den Küstenbereich des Kaspischen Meeres. Durch Einheiten des Innenministeriums und bewegliche Gruppen des 537. selbständigen Aufklärungsbataillons der 136. mot. Schützenbrigade (disloziert in der Stadt Bujnaks) konnte diese Aktion vereitelt werden. Fliegerkräfte des Nordkaukasischen Militärbezirks unterbanden den Versuch, zusätzliche Gruppen von bewaffneten Kämpfern in den blockierten Raum durch Kraftfahrzeuge heran zu führen. Dies gelang aufgrund des aktiven Einsatzes des Aufklärungskomplexes "Stroi-P" («Строй-П»), dessen fünf unbemannte Flugapparate im Gebiet der Kampfhandlungen patrouillierten. Es ist hervorzuheben, dass solche Technik erstmals zur Aufklärung des Seeraums und speziell zum Auffassen von "Schnellbooten mit Terroristen" zum Einsatz kam.

Zur Vernichtung der blockierten Terroristen wurde die 77. selbständige Gardebrigade der Marineinfanterie (disloziert in der Stadt Kaspijsk, Dagestan) eingesetzt, die im Gebiet der Kampfhandlungen eine taktische Seelandung durchführte. Zeitgleich absolvierte eine taktische Gruppe der 205. selbständigen mot. Schützenbrigade des Nordkaukasischen Militärbezirks in Kompaniestärke einen 300-km-Marsch von Budjonnowsk zum Hafen Olja (dieser soll übrigens Basiselement des internationalen Kommunikations-Systems "Nord-Süd" werden). Hier erfolgte auch die Beladung des Schiffs des Transportministeriums der RF "Kompositor Kara-Karejew" (Wasserverdrängung – 8955 t, Transportkapazität bis zu 84 LKW "Kamas"). Die Aufgabe dieses zeitweilig mobilisierten Schiffes bestand darin, mot. Schützen mit ihrer Technik an eine unvorbereitete Küste im Kampfgebiet zu überführen, wo diese im Zusammenwirken mit der Marineinfanterie einen angenommenen Gegner zerschlagen sollten. Parallel dazu "vernichteten" Kräfte der Kaspiflottille und maritime Einheiten der Grenztruppen Boote des Gegners sowie einzelne Gruppen von Banditen auf Inseln. Hervorzuheben ist, dass in den Informationen aus dem Übungsgebiet die Tatsache des geplanten Einsatzes des zivilen Schiffes nicht erwähnt wurde.

Selbst dieser einzelne Abschnitt der Übungen ist von großem Interesse. Denn die Erarbeitung derartiger Aufgaben zeugt davon, dass das Auftreten eines ernsthaften Putsches im östlichen Teil der Nordkaukasus-Region für möglich gehalten wird, zu dessen Niederschlagung Einheiten von drei einzelnen Brigaden, Schiffe der Kaspiflottille und des Transportministeriums heranzuziehen sind.

Auf vertraglicher Grundlage

Eine äußerst interessante Episode des Manövers ist der Schutz von Wirtschaftobjekten russischer Unternehmen vor Terroristen. Der russische Verteidigungsminister beobachtete den Verlauf der Übungen von der mobilen Bohrplattform "Astra", die auch vor den "Piraten des XXI. Jahrhunderts" durch Marine und Grenztruppen zu schützen war. Die Plattform gehört zur Astrachaner Filiale von "LUKOIL-Schelf", das die Ausweitung der Erkundung von Kohlenwasserstoffressourcen im Kaspischen Meer plant.

Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, dass der Kommandierende der Baltischen Flotte, Admiral Wladimir Walujew, am 2. August erklärte, dass Schiffe und Spezialkräfte der Baltischen Flotte bereit wären, die Sicherheit der Ölplattformen von "LUKOIL-Kaliningradmorneft" zu gewährleisten, deren Bau in nächster Zeit auf dem Schelf der Ostsee an der Küste des Kaliningrader Gebiets beginnen wird. Eine entsprechende Anweisung (wenn auch bisher nur mündlich) gab Sergej Iwanow. Unklar bleibt bisher, zu welchen Bedingungen das Militär die Industrie schützen wird. Aus den Äußerungen von Walujew kann man entnehmen, dass die Marine dafür gewisse finanzielle Mittel erwartet. Der Admiral meint, dass man mit dem Schutz beginnen könne, sobald ein Vertrag zwischen der Baltischen Flotte und der OOO "LUKOIL-Kaliningradmorneft" sowie ein entsprechender Befehl des Oberkommandierenden der Seekriegsflotte vorliege.

Eine offizielle Position dazu wollte "LUKOIL" gegenüber dem Korrespondenten von NWO nicht beziehen, doch äußerte ein Sprecher seine Verwunderung über mögliche finanzielle Forderungen der Flotte, da diese doch zum Schutz des gesamten Landes bestimmt sei und nicht im Vertragsregime privater Firmen stünde.

Gewährleistung von Überlegenheit

Eine kurze Analyse der genannten Episoden der Übungen gestattet die Annahme, dass das Szenario nicht nur auf die Konfrontation mit Terroristen ausgelegt ist. Vom militärischen Standpunkt her ist die Kaspi-Flottille ein operativer Verband, also eine Formation, die zu selbständigen Operationen in der Lage ist. Die Stärke ihrer 32 Gefechtseinheiten ist für die Vernichtung einiger hundert Terroristen klar überdimensioniert. Potenziell ist die Flottille in der Lage, die vollständige Kontrolle über die maritimen Aktivitäten auf dem Kaspischen Meer zu gewährleisten.

Die größten Kampfschiffe anderer Anrainerstaaten sind Minensuch- und -räumboote, während Russland hier über vier Brigaden von Schiffen und Booten (je zwei der Seekriegsflotte und des Föderalen Grenzdienstes) verfügt. Die Kaspiflottille hat in ihrem Bestand ein neues Wachschiff ("Tatarstan" Projekt 11661), 5 Raketenschnellboote, 7 Landungsschiffe und Luftkissen-Landungsboote, sowie einige Dutzend Artillerieschnellboote und Minensuch- und –räumboote.

Im Kaspischen Meer ist auch die in der Welt einzige Einheit von Ekranoplans basiert, - die 11. selbständige Fluggruppe (11-я отдельная авиагруппа). Jedoch hat sich in den vergangenen 10 Jahren ihr Bestand auf nur noch ein Raketenschiff «Lun» («Лунь» проект 903) reduziert, das entgegen Pressemitteilungen nicht gefechtsbereit ist und daher an diesen Übungen nicht teilnahm. Landungsekranoplans des Projekts 904 sind aus dem Bestand der Flotte gestrichen, und das Rettungsschiff des Projekts 9037 befindet sich in noch unfertigem Zustand in der Werft in Nishni Nowgorod. Ansonsten stellt sich heute selbst die Idee der erneuten Schaffung einer Ekranoplan-Flotte als eher unwahrscheinlich dar. Die Feuerkraft der "Lun" mit 6 "Moskit"-Raketen ist klar überdimensioniert (jedes der Boote potenzieller Opponenten kostet in etwa so viel, wie eine solche Rakete, die für die Vernichtung von Flugzeugträgern ausgelegt ist).
Die regionale Gruppierung russischer Fliegerkräfte übersteigt die qualitativen und quantitativen Parameter der Fliegerkräfte eines jeden der Anrainerstaaten ebenfalls bei weitem.

Es ist anzunehmen, dass die in offiziellen Mitteilungen nicht aufgedeckten Episoden der Übungen (z.B. Raketenschießen) umfangreichere Szenarien einer möglichen Konfrontation auf dem Kaspischen Meer widerspiegeln, die aus politischen Erwägungen nicht popularisiert werden. Die Übungen selbst geben den Staaten der Region das unmissverständliche Signal, dass der Faktor der erdrückenden militärischen Überlegenheit Russlands nicht zu ignorieren ist. Leider erfolgt die Demonstration von Stärke auf dem Kaspischen Meer etwas verspätet. Die Kräfteverteilung in der Region fügte sich in den 90er Jahren praktisch ohne Beachtung der überlegenen militärischen Stärke Russlands. Die führenden Mächte in der Welt lassen eben derartige Vernachlässigungen nicht ungestraft.

Davon, dass die Manöver umfangreiche politische Ziele verfolgten, zeugt auch die Chronologie der Vorbereitung. Nach Einschätzung von Militärexperten erfordern Übungen dieses Maßstabes langfristige Planungen und sind mit Sicherheit Bestandteil des Plans der militärischen Ausbildung der Streitkräfte und anderer Machtstrukturen über ein Jahr. Die Ankündigung der Maßnahmen jedoch erfolgte durch Wladimir Putin unmittelbar nach dem Misserfolg einer weiteren Gesprächsrunde zur Aufteilung des Kaspischen Meeres, die in Aschchabad im April 2002 stattfand.

Schwerlich ist zu erwarten, dass selbst umfangreiche Manöver sofortige Effekte erzielen werden und die Gesprächspartner unverzüglich zu Zugeständnissen veranlassen werden. Das Hauptziel ist ein anderes, ein größeres, ein längerfristiges: Es ist die Schaffung einer solchen Situation, in der die Nachbarn nicht mehr weiter die Tatsache russischer wirtschaftlicher und militärischer Dominanz in dieser für Russland kritisch wichtigen Region ignorieren können.





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