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Frank P r e i ß
Militärpolitik und Streitkräfte der Republik Belarus
E i n f ü h r u n g
Die folgenden Texte, Schemen, Tabellen und Bildtafeln (Teil 1, ca. 4 MB) und (Teil 2, ca. 8 MB) bildeten das Gerüst meines Vortrages vom 13. März 2007 anlässlich einer Veranstaltung der "Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V."
Es handelt sich um die Zusammenfassung einiger Ergebnisse meiner Reise nach Belarus im Mai 2006 sowie des Studiums vor allem belarussischer und russischer Quellen.
Die Idee zur Beschäftigung mit dem etwas ungewöhnlichen Gegenstand entstand angesichts der Tatsache, dass 16 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion über die Nachfolgestaaten der UdSSR hierzulande immer noch recht wenig bekannt ist.
Oft werden diese immer noch grob vereinfachend durch die schwarz-weiße "sowjetische Brille" betrachtet. Paart sich diese Sichtweise noch mit alten und neuen Vorurteilen und simplifizierenden Auffassungen, dann liegen Wirklichkeit und vermeintliche Kenntnis meilenweit auseinander.
Man trifft noch immer auf Auffassungen, die von einem relativ einheitlichen weiteren Entwicklungsweg der ehemaligen sowjetischen Republiken und jetzigen Nationalstaaten ausgehen.
Das mag für die baltischen Staaten zutreffen, die sich im Ordnungsrahmen von EU und NATO bewegen.
Bei den Übrigen ist in den vergangenen Jahren zu beobachten, dass sie sich zunehmend voneinander unterscheiden, eigene Wege suchen und spezifische Merkmale aufweisen. Es gibt kein einheitliches Schema.
Das betrifft natürlich auch die Sicherheits- und Militärpolitik.
Ich habe versucht, einige wichtige Aspekte dieses speziellen Bereiches für die Republik Belarus darzustellen, und mir dabei nicht die Aufgabe gestellt, einen Vergleich mit anderen postsowjetischen Staaten zu ziehen oder Wertungen abzugeben. Dazu habe ich in der Vergangenheit bereits einiges geschrieben. Ich möchte dem Leser vor allem empirisches Material zur Verfügung stellen und überlasse ihm die Beurteilung.
Ich habe mich auf die Armee als Kernelement der Militärpolitik beschränkt. Die anderen bewaffneten Organe, wie z.B. das Innenministerium, das KGB und die Grenztruppen, waren nicht Gegenstand meiner Untersuchung.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre ohne die freundliche Unterstützung, die mir von belarussischer Seite gewährt wurde.
Sowohl der Verteidigungsminister, Generaloberst Leonid Malzew, als auch der Verteidigungs-, Heeres- und Luftwaffenattaché bei der Botschaft der Republik Belarus in Deutschland, Herr Oberst i.G. Oleg Fedotow, und der Leiter des Pressedienstes des Verteidigungsministeriums Belarus`, Oberstleutnant Wjatscheslaw Rementschik, gaben bereitwillig auf meine sicher nicht immer bequemen Fragen Auskunft und erwiesen jegliche Unterstützung. Dafür und für die Möglichkeit, die 206. Fliegerbasis in Lida und die 120. Mechanisierte Brigade in Minsk zu besuchen, möchte ich mich hier bedanken.
Frank Preiß, März 2007
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